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Zecken

Zecken

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Zecken sind ein Übel, mit dem jeder, der draußen unterwegs ist, zu kämpfen hat. Hier eine kleine Übersicht.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Zecken bevorzugen hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme, deswegen ist die Ansicht, daß Zecken vom Baum auf ihr Opfer fallen, nicht zutreffend. Sie halten sich meistens im Gestrüpp, im hohen Gras oder im Unterholz auf. Aktiv sind die Zecken meist von März bis Oktober, doch manche Zecken halten sich nicht an diesen Terminkalender. Im Winter sind Zecken nicht aktiv. Prinzipiell kommen Zecken überall vor. Vor allem in Süddeutschland und Osteuropa übertragen die Zecken jedoch häufig FMSE.

Übersichtskarten mit den Risikogebieten für FMSE-Übertragung.

Süddeutschland
Europa

Übertragene Krankheiten

Zecken übertragen häufig viele Krankheiten, das ist durch ihre Entwicklung bedingt. Die wichtigsten neben vielen anderen sind:

Borreliose

Borreliose wird durch Borrelia burgdorferi ausgelöst. Die Krankheit wird auch Lyme-Borreliose genannt, da diese Krankheit das erste Mal in dem Örtchen Lyme in Conneticut in der USA untersucht wurde. Wenige Tage (bis 2 Wochen) nach der Infektion bildet sich eine von der Eintrittstelle sich ringförmig ausbreitende Rötung mit einer zentralen Abblassung (Erytema migrans). Später (Wochen bis Monate) kommt es dann zu neurologischen Symptomen: gürtelförmige Schmerzen ähnlich eines Bandscheiben Vorfalls, Gesichtslähmungen, Herzrhythmusstörungen, Müdigkeit. Das letzte Stadium nach Monaten bis Jahren zeigt dann eine chronische Menigitis, Arthritis und ein rheumaähnliches Krankheitsbild.

FSME

Diese Frühsommermenigoencephalitis wird durch Viren übertragen. Am Anfang steht ein unspezifisches Krankheitsbild in Form eines grippalen Infekts mit Kopf- und Gliederschmerzen. Danch kommt es zu der klassischen Hirnhautentzündung mit Kopfschmerzen und hohem Fieber. In schweren Verläufen kommt es zur Bewußtseinsstörungen oder Bewußlosigkeit. Im geringen Maß bleiben Lähmungen zurück, aber circa 90% heilt komplett aus.

Entfernung

Die Zecken sollte mit einer einfachen Pinzetten mit einem leichtem Zug entfernt werden. Dabei sollte man darauf achten, daß auf den Körper kein Druck ausgeübt wird, da man sonst den Speichel und den Darminhalt in die Wunde drücken kann. Es ist dabei nicht nötig, die Zecke zu drehen, da das Beißwerkzeug kein Gewinde hat. Genauso sollte kein Öl oder Kleber verwendet werden, da dadurch auch Speichel in die Wunde übertreten kann.

Prävention

Wenn man in gefährdeten Gebieten unterwegs ist, sollte man auf langärmlige Kleidung achten. Auch sollte man sich abends nach Zecken absuchen. Eine FSME Impfung wird allen Risikopersonen in endemischen Gebieten empfohlen.