Wasseraufbereitung
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Allgemein
Die ausreichende Wasserversorgung ist nicht in allen Ländern der Welt eine Selbstverständlichkeit. Für den Reisenden ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr lebensnotwendig um die körperlichen Anstrengungen zu meistern.
In Gewässern können folgende Gefahren lauern: Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen und Chemikalien
Diese können schwere Krankheiten auslösen und zu lebensbedrohlichen Situationen in abgeschiedenen Gegenden führen.
Auch in scheinbar klaren Gewässern kann z.B.: durch verendete Tiere eine unsichtbare Gefahr lauern.
Der Handel bietet verschiedene Systeme an:
Chemische Methoden:
Wirkstoffe: Chlor, Silberionen, Sauerstoff, Iod
Mittels starker Oxidationsmittel werden Bakterien und Keime getötet (Protozoen und Viren können u.u überleben, Chemikalien werden nicht erfernt). Diese Behandlung benötigt üblicherweise eine gewissen Zeit ( bis zu 2 Stunden) und das Wasser behält u.a. einen flauen Nachgeschmack. Andere Mittel (Micropur) arbeiten mit geschmacksneutralen Silberionen. Iod ist mit Vorsicht zu benützen.
Den Chlorgeschmack kann man leicht entfernen, indem man "Antichlor" dem Wasser zusetzt. Die enthaltene Substanz Natriumthiosulfat reagiert mit dem Chlor zu Natriumchlorid (Kochsalz). Die entstandene Salzkonzentration ist dabei so gering das sie nicht wahrgenommen werden kann.
Vorteil: Geringes Gewicht der Chemikalien
Nachteil: Handhabungsfehler (Dosierung, Wirkdauer, ...) möglich
Thermische Methoden / Abkochen:
Führt nur bis 1000 Höhenmeter zum Erfolg. Problem: hoher Brennstoffverbrauch, Wasser verkeimt wieder sehr schnell bei der Lagerung
Mechanisch + Physikalische Methoden:
Kleine Pumpvorrichtungen oder schwerkraftbetriebene Filtergeräte entfernen Schwebstoffe und Keime durch feine Filterelemente (kleiner 0,2 µm Porengrösse)
- Keramikfilterpatronen mit Silbereinlagerung (Silbereinlagerung sollen ein Durchwachsen von Keimen verhindern). Je nach Modell mit zusätzlichem Aktivekohlefilter gegen Chemikalien. . Chemische Nachbehandlung zur Lagerung notwendig.
- Glasfaser- oder Keramikfilter-Patronen: Entfernen nur Schwebstoffe und grosse Bakterien. Chemische Nachbehandlung zur Lagerung notwendig.
TIP: Vorfilter verbessernd die Haltbarkeit und lassen sich leichter von Schwebstoffen reinigen
Die Filtereinheiten lassen sich meist direkt auf Wasserflaschen oder an Wassersäcke ankoppeln.
Improvisierte Methoden:
Aus Kies, Sand, Kohle (aus dem Lagerfeuer) kann ein improvisierter Wasserfilter gebaut werden. Die Stoffe werden in Schichten in einem Hosenbein oder in einer anderen Röhre (aus Leder, Folie, Zeltplane, Baumrinde) aufgebaut. Die Reihenfolge sollte Kies => Sand => Kohle => Kies sein. Am oberen Ende der Röhre sollte noch Raum für das Einfüllen des Wassers sein. Abkochen ist bei dieser Methode dringend empfohlen da Bakterien und Keime nicht vollständig aufgefilter werden.
Externe Links:
Katadyn Hersteller von Filtern und Chemikalien zur Wasseraufbereitung
MSR Filters Hersteller von Filtern
Seagull IV Filtersysteme von General Ecology





