Outdoor im Winter
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Wenn das Thermometer die Nullgradmarke unterschreitet, wenn die Tage kürzer werden, wenn für viele Menschen die Zeit der langen Abende am Kamin oder am aufgedrehten Heizkörper beginnt, dann bricht für einige Unentwegte die wahre Zeit für Outdoortouren an. Neben exotischen oder abgelegenen Regionen dieser Erde, wie Grönland, Patagonien oder das ewige Eis der Polkappen, zieht es diese Menschen in den Norden Europas. Die Skandinavischen Länder oder Island, sind die bevorzugten Ziele für Unternehmungen die ein beständiges Winterklima erfordern. Für die oftmals extremen Wetterbedingungen dieser Regionen, sind neben einer guten Ausrüstung, eine gute Portion Erfahrung erforderlich. Erste Erfahrungen lassen sich auch auf geführten Wintertouren machen. Auch in den heimischen Mittelgebirgen kann man erste Erfahrungen mit Wintertouren machen. Mit etwas Wetterglück, sogar mit Ski und Pulka.
Ein besonders Gebiet stellen die Hochtouren in den Alpen dar. In dieser Region stellen plötzlich umschlagendes Wetter und eine zunehmende Lawinengefahr besondere Anforderungen an Mensch und Material.
Bei Touren in abgelegenen Regionen ist - neben Erfahrung und guter Ausrüstung - ein zuverlässiger Wetterbericht die Grundlage für das gute Gelingen aller Winterunternehmungen. Auch in Zeiten von GPS und Mobiltelefon hat sich ein kleiner Kurzwellenempfänger (Weltempfänger) bewährt.
Inhaltsverzeichnis |
Aktivitäten im Winter
- Schneeschuhwandern
- Ski-Trekking (Backcountry)
- Langlaufen
- Iglubau
- Winterkanu
- Mushing
Ausrüstung & Co
Kochen & Nahrung
Stichwort: Brennstoff
Im Kochervergleich hat der Benzinkocher bzw der Mehrstoff-Kocher (für Reinbenzin, Kerosin und Petroleum ) im Winter und Expeditionseinsatz die größte Verbreitung. Dieser hat in der Kälte das beste Handling und den größten Heizwert. Einzig das Vorheizen des Kochers erfordert manchmal den Einsatz von Esbit Würfeln. Auch ein körpernahes Tragen der Brennstoffflasche in der Jackeninnentasche bzw. Schlafsack erleichtert das Handling. Dies gilt besonders für Spiritus da dieser in der Kälte nur schwer zu Entzünden ist. Besonders bei den Ultralight-Trekkern ist dieser beliebt. Sturmkocher (Trangiakocher) und Dosenkocher haben den Vorteil keine beweglichen mechanischen Teile zu besitzen und damit sehr robust zu sein.
Obwohl es erstmal fast unmöglich erscheint, kann man auch im Winter ein normales Feuer anmachen. Dazu nimmt man die am Stamm von Nadelbäumen reichlich vorhandenen abgestorbenen Ästchen, die auch im Winter perfekt brennen. Allerdings muss man die Feuerstelle zuerst vom Schnee räumen und einen möglichst trockenen Boden schaffen (oder eine Feuerschale verwenden). Wer diese Mühen aber nicht scheut kann selbst im Winter im Tiefschnee ein Hähnchen grillen... Eine weitere interessante Alternative stellt der Hobo-Kocher dar. Bei minimalem Brennstoffbedarf, der zudem fast überall als Holz vorhanden ist, erzielt man hier passabele Kochergebnisse. Die Selbstbauvariante ist zudem äußerst kostengünstig.
Wassergewinnung
Schnee schmelzen
Da das Trink- und Kochwasser üblicherweise aus Schnee gewonnen wird muss mit einem erhöhten Brennstoffverbrauch kalkuliert werden (ca. 1/4 bis 1/3 Mehrverbrauch) Beim Schneeschmelzen wird ein wenig Wasser erhitzt und dann Schnee zugesetzt. Dies erhöht die Wärmeübertragung auf den Schnee (Brennstoff sparen). Hierbei sollte der Topf nicht zu klein gewählt werden um genügend Schnee auf einmal schmelzen zu können.
Wichtig: Niemals auf die Idee kommen Eis zu lutschen um den Durst zu stillen, da das die Dehydration fortschreiten lässt. Schnee kann gegessen werden, wenn man ihn durch erwärmen in der Hand (bzw im Handschuh) in eine feste zylinderförmige Form bringt und dann kleine Stücke abbeißt, die dann im Mund geschmolzen werden. Vorsicht: sehr kaltes Wasser oder Schnee kann zu Magenschmerzen führen.
An der Küste
Meereseis verliert nach etwa einem Jahr seinen Salzgehalt. Dieses "alte" Eis ist an seiner bläulichen Farbe und an den abgerundeten Kanten zu erkennen. Es kann ohne Besorgnis geschmolzen und getrunken werden.
Nahrungsbeschaffung
Fischen, Jagen
Ersatz bei Materialdefekt, Notreserven, Keime im Schnee ?
Schlafen
Als eine der wichtigesten Regeln beim Übernachten im Winter kann das trockenhalten der Kleidung und des Schlafsackes angesehen werden. Durch gefrierendes Kondeswasser am Schlafsack bzw. an der Zeltinnenseite kann es leicht zu einem feuchtwerden des Schlafsackes kommen. Besonders bei Daunenschlafsäcken bricht hier die Isolierleistung massiv ein. Hier kommt der VBL Vapor Barrier Liner ins Spiel. Dieser Inliner verhindert das Entweichen von Wasserdampf (Schweiß) in den Schlafsack. Eine wasserabweisende Aussenhülle bzw. Schlafsackmaterial verhindert den Wasserzutritt von Außen. Üblich ist es auch den Daunenschlafsack in der Wintersonne zu trocknen (wenn es das Wetter zulässt) um den Loft zu erhalten.
Neben dem Schlafsack ist eine gute Isoliermatte besonders wichtig. Bevorzugt werden hier geschlossenporige Evazote Matten, selbstaufblasende Matten (z.b.: Therm-A-Rest ) oder daunengefüllte Matten (z.b.: Exped DownMat ). Der Nachteil, selbst dicker (2cm) Evazote Matten ist die schlechtere Isolierung gegenüber den beiden genannten Matten. Deshalb empfiehlt sich eine Kombination aus einer Evazote Matte und einer dünnen 3/3 selbstaufblasenden Matte. Diese Kombination bietet ausreichend Isolation (auch bei Temp. unter -30°C), Komfort und eine Sicherheitsreserve. Wenn Platz und Gewicht keine Rolle spielen, kann man die Evazote Matte auch mit einem Rentierfell kombinieren.
Beim Übernachten in Zelt, Tarp oder Schneehöhle / Iglu ist auf ausreichende Sauerstoffzufuhr zu achten. Hier kam es schon zu Todesfällen wegen Sauerstoffmangel bzw. zu Vergiftungen durch Kohlenmonoxid aus Kocherabgasen.
Übernachten / Behausungen
Zelt
Bei den wintertauglichen Zeltenformen werden klar Geodäten und mit abstrichen Tunnelzelte bevorzugt (siehe auch Winterzelte). Auch Lavvu's und Kohten werden besonders bei größeren Gruppen verwendet und sind geräumig und stabil. Geodätische bzw. halbgeodätische Formen (z.B.: Kuppelzelt) vertragen durch die überkreuzten Gestänge eine höhere Schneelast und trotzen dem Wind besser.
Wintertaugliche Zelte zeichnen sich weiters durch folgende Merkmale aus:
- Verschließbare Lüfter (Außen- und Innenzelt)
- Snowflaps bzw. Außenzelt lässt sich ganz bis zum Boden spannen
- geeignete Heringe (Schneeanker)
- genügend Platz für die größere Menge an Ausrüstung in der Apside
- grelle Farbe (z.B. Rot, Gelb) um im Schneesturm wieder ins Zelt zurückzufinden
Zelte werden üblicherweise "Eingegraben" d.h. eine Mulde geschaffen in der das Zelt aufgebaut wird. Dies dient dem Windschutz und die Lüfter verstopfen nicht so leicht durch feinen Flugschnee.
Als zusätzlicher Schutz wird häufig eine Wand aus dem ausgehobenen Schnee errichtet um den Eingang zu schützen.
Alternativ oder als Ergänzung zu den Heringen, können auch Packsäcke mit Schnee gefüllt und eingegraben werden.
Anmerkungen zu Zeltformen, Aufstellung, Belastung durch Schneelast, Iglubau & Schneehöhle, Kondensprobleme, Snowflaps, Not-Biwakhöhle bauen
Zusätzliche Ausrüstung
Schuhe
Hierbei werden häufig Schuhesysteme mit Innenschuh wendet. Der Innenschuh wird mit in den Schlafsack genommen um ein Einfrieren des feuchten Schuhes zu verhindert. Alternativ können auch hier VBL Vapor Barrier Liner Socken verwendet werden um ein feuchtwerden des Schuhs zu verhindern. (Gefrierbeutel können als Not-Inliner verwendet werden)
Jacken, Unterwäsche (Wolle,...), Gamaschen, Schaufel, Warnsignal, Handwärmer, Socken, Handschuhe, Kopfbedeckungen, Hoher Wärmeverlust am Kopf bzw. Handgelenken !
Waffen
Sollte eine Schusswaffe vorhandensein, beispielsweise zur Jagd, wird bei strenger Kälte anders verfahren, wie gewohnt. Um zu verhindern, dass bewegliche Teile einfrieren, sollte die Waffe vollständig trockengelegt, d.h. auch entölt werden. Metallteile, beispielsweise der Verschluss schwitzen, wenn sie aus strenger Kälte in einen warmen Unterschlupf gebracht werden und müssen dann dementsprechend trocken gelegt werden, bevor man den Unterschlupf wieder verlässt. Metallteile schwitzen bis zu einer halben Stunde. Es ist weiterhin darauf zu achten das Rohr, Verschluss und alle anderen beweglichen Teile der Waffe schnee- und eisfrei bleiben. Verschmutzungen und Eis im Rohr nicht versuchen "freizuschießen", sondern versuchen das vereiste Teil aufzuwärmen. So auch mit gefrorenen Abzugseinrichtungen und ähnlichem verfahren. Grundsätzlich gilt: Keine Gewalt an der Waffe - demnach auch nicht versuchen gefrorene Teile gewaltsam zu bewegen.
Nötige Fähigkeiten
Überlebensstrategien bei ungeplanten Übernachtungen
Heizungsimprovisation
!!! Niemals, so verlockend es auch erscheinen mag, ESBIT in einem Zelt oder geschlossenen Unterschlupf abbrennen!!!
Teelichtheizung
Die einfachste Möglichkeit sich in einem Zelt etwas Wärme zu verschaffen ist natürlich ein Teelicht. Man kann in einem kleinen Zelt damit schon etwas heizen, doch der Temperaturunterschied ist lang nicht so groß, wie wenn man das Teelicht unter ein Gefäß (Blumentopf, Pfanne, Dose, o.ä.) stellt. Diese Gefäße geben die Wärme gleichmäßiger ab und somit kann ein bedeutend höherer Temperaturunterschied (ca. 5 Grad mehr - hängt aber sehr stark von Isolierung und anderen Einflüssen ab) im Zelt erzielt werden.
Napfkuchenheizung
Die Napfkuchenheizung eignet sich v.a. für größere zu beheizende Räume/Zelte. Man nimmt eine Napfkuchenform, die man auf dem Weg gefunden hat (*grins*), oder irgend einen anderen metallischen Behälter und füllt ihn unten mit Holzkohle. Auf die Holzkohle kommt eine ordentlich dicke Schicht Glut, die sich dann während der Nacht langsam durch die Holzkohle bis an den Boden frisst. Die Heizung kann durchaus 6 Stunden lang "brennen" und Wärme verbreiten - wenn sie aber doch mal ausgeht, kann man sie mit etwas Spiritus aber auch wieder recht einfach Anzünden, wenn sie noch nicht zu Eis erstarrt ist. Für die Bessere Belüftung der Glut sollte man die Wand durchlöchern, um die Sauerstoffzufuhr zu sichern. Obwohl diese Heizung gesundheitlich recht unbedenklich ist, sollte man sie nicht in zu kleinen Räumen benutzen und auch für genügend Sauerstoff für die Insassen sorgen. Es entsteht normalerweise aber nur Kohlendioxid und nicht Kohlenmonooxid.
Poncho-Heizung
Ein Teelicht unter den angezogenen Poncho gestellt bringt eine recht gute 1-Personenheizung um eine Nacht in der Kälte zu überstehen.
Fortbewegung in Schnee und Eis
Schneeschuhe, Backcountry, Steigeisen & Pickel, Lawinen und Gletscher, Pulka
Medizin
Schneeblindheit
Unter Schneeblindheit versteht man die Schädigung des Auges durch UV-Strahlung. Erhöhter UV-Strahlung ist man insbesondere im Schnee und in großen Höhen ausgesetzt. Da es keine Voranzeichen für Schneeblindheit gibt, ist es besonders in diesen Umgebungen wichtig die Augen mit geeigneten Brillen zu schützen. Erste Symptome sind empfindliche Augen, die brennen oder tränen. Die Augen müssen dann vor weiterer Strahlung geschützt werden. Auftretende Schmerzen können durch kalte Kompressen und die Gabe von Schmerzmitteln gelindert werden.
Erfrierungen
Erfrierungen bezeichnen einen lokalen Kälteschaden ohne das Absinken der Körperkerntemperatur. Häufig sind davon Betroffen: - Zehen, Finger,Ohren,Nase(Akren) Nur selten sind ganze Extremitäten betroffen.
Es gibt 4 Grade einer Erfrierung:
- 1. Grad: Hautschwellung, Gefäße ziehen sich zusammen(Vasodilatation),Haut: grau, weiß, gefühllos, brennender Schmerz
- 2. Grad: Schädigung Oberhaut (Kutis) und Unterhaut (Subkutis),Blasenbildung
- 3. Grad: Haut:blass, später blau, Einblutungen, schwarze Gewebszerstörungen (Nekrosen)
- 4. Grad: Gangränt (Gewebsnekrose)ganzer Extremität, nichtumkehrbare (irreversible) Gewebszerstörung
Schmerzen sind in hierbei ein sehr wichtiger Indikator um festzustellen in welchem Zustand sich die erfrorene Extremität befindet: Denn desto weniger Schmerz man dort empfindet desto höher ist der Grad der Erfrierung. Soll heißen: Spürt man keinen Schmerz mehr sieht es sehr schlecht aus mit dem Körperteil. Wahrscheinlich gehört es demjenigen schon nicht mehr.
Basismaßnahmen
Am besten lässt man es erst gar nicht zu einer solchen Situation kommen. Sollte es dann doch geschehen sein muss sofort ein Arzt aufgesucht werden!
- Einen keimfreien Verband mit viel Polsterung legen
- Niemals Blasen öffnen
- das erfrorene Körperteil niemals massieren oder passiv bewegen
- die erfrorene Körperteile versuchen aktiv zu bewegen, damit die Blutzufuhr und somit die Wärmezufuhr erhalten bzw. gesteigert wird.
- Das Körperteil langsam aufwärmen (z.B. im Wasserbad)
Unterkühlung (Hypothermie)
Die Unterkühlung bezeichnet das Absinken der Körperkerntemperatur unter 35°C (rektal gemessen).
Die 4 Grade der Unterkühlung
- 1. Grad: 37 - 34 °C, Der Betroffene ist bewußtseinsklar, Kältezittern setzt ein, Schmerzen treten ein, die Haut ist blaß und kalt, der Puls und der Blutdruck sinken.
- 2. Grad: 34 - 30 °C, Das Bewußtsein ist eingetrübt (Somnolenz), die Schmerzen lassen nach und verschwinden, die Muskelstarre setzt ein, das Herz schlägt zu langsam (Bradykardie), der Betroffene atmet unregelmäßig (arrhythmische Atmung).
- 3. Grad: 30 - 27 °C, Phase der Lähmung. Der Betroffene fällt ins Koma, Puls ist kaum tastbar, das Herz schlägt absolut arrhythmisch, Pulsfrequnez und Atemtiefe nehmen ab, teilweiße setzt die Atmung ganz aus (Apnoephasen), keine Reflexe mehr (auch kein Hustenreflex!).
- 4. Grad: unter 27 °C, Phase des Scheintodes/Todes: keine Pupillenreaktion, Atem- und Kreislaufstillstand.
Es gibt viele Fälle in denen Menschen, die unterkühlt waren und von Laien für tot gehalten wurden wieder zurück ins Leben geholt wurden. Daher könnte die Wahrscheinlichkeit einen Atem und -kreislaufstillstand (bei erfolgter Rettung) zu überleben höher sein, wenn dieser in kalter Umgebung eintritt.
Merke: "No on is dead until he is warm and dead": Der Tod eines hypothermischen Patienten kann erst nach Wiedererwärmung festgestellt werden.
Auf dem Mount Everest gab es einen Fall, in dem ein Bergsteiger der von einem Suchtrupp in einem Schneesturm für tot erklärt worden war, sich selber nach mehr als 10 Stunden wieder aufrappelte und zurück ins Lager stolperte. Er überlebte!
Basismaßnahmen
- Regelmäßig das Bewusstsein, die Atmung und den Puls kontrollieren (BAP). Bewusstlosen in stabile Seitenlage bringen (Vorsicht: Bergungstod!). In Reanimationsbereitschaft sein.
- Den Betroffenen nach Möglichkeit sofort an von Kälte und Wind geschützten Ort bringen. WICHTIG: Der Unterkühlte darf dabei keinesfalls mit schnellen Lageänderungen bewegt werden. Hierbei könnten dann große Mengen kalten Blutes aus den Extremitäten ins Herz schießen und ein Kammerflimmern auslösen -> Kammerflimmern (quasi ein sehr schnelles Schlagen des Herzen, mehr ein Zucken) befördert kaum noch Blut -> Tod des Betroffenen! Dieser Effekt nennt sich "Bergungstod".
- Soweit möglich sollte sich die Person in die Embryohaltung bringen während sie auf Hilfe warten und sich dabei so wenig wie möglich bewegen.
- Die Person niemals massieren!
- Die Person immer von innen nach außen erwärmen. Also erst den Rumpf und dann die Extremitäten
- im Zelt nasse Kleidung entfernen (Achtung: Bergungstod!) Körper in Decken einwickeln, z.B. Goldfolie benutzen
- Ab 34°C Körpertemperatur (am besten rektal messen, da andere Methoden absolut unzureichend sind) den Unterkühlten im gut beheizten Raum ausziehen und wenn er voll ansprechbar ist, reichlich warme, gesüßte Getränke verabreichen. Keine alkoholischen Getränke oder Schmerzmittel geben!
- Der Unterkühlte ist außer Gefahr, wenn das Wärmezittern wieder einsetzt.
Dehydration
Dehydration ist der Flüssigkeits- und Elektrolyverlust durch unzureichende Wasser- und Elektrolyteinnahme.
In kalten, winterlichen Regionen ist der Transport von Wasser ein recht kompliziertes Unterfangen. Nach Möglichkeit sollte man versuchen das Trinken körpernah zu tragen. Durchschnittlich liegt die Flüssigkeitsabgabe am Tag durch Schwitzen, Urinausscheidung, Kot und Atmung bei 2,5 Litern. Sie kann in Extremsituationen aber bis zu 15 Liter betragen. Durchfall ist besonders tückisch und kann bei unzureichender Flüssigkeitszunahme schnell zur Dehydration führen.
Basismaßnahmen
- Trinken
- Zum Ausgleich des Salzverlustes durch Schwitzen Brühwürfel o.ä. trinken
Erfrierungen, Unterkühlung, Dehydration, Schneeblindheit
HowTo S*** in Winter
Trockenbleiben
Überlebenswichtig ist im Winter das trockenhalten der Kleidung, da feuchte Kleidung einen extremen Wärmeverlust nach sich zieht. Überflüssige Kleidung, zum Beispiel beim Marsch oder bei anderer körperlicher Aktivität ausziehen, um das Durchschwitzen von Kleidung zu vermeiden. Gute Funktionskleidung verfügt zudem über Belüftungsschlitze, die dem Schwitzen entgegenwirken. Feuchtgewordene Socken ausziehen und unter dem T-Shirt am Körper tragen um sie wieder zu trocknen. Vor dem schlafengehen möglichst viele Kleidungsschichten ausziehen um ein zu starkes Schwitzen im Schlafsack zu verhindern.
Körperpflege
Auch im Winter ist es nötig sauber zu bleiben, um Krankheiten vorzubeugen. Nicht davor zurückschrecken auch in strenger Kälte den Körper kurzzeitig zu entblößen um sich zu waschen oder auszutreten. Die kurze Zeit die dafür nötig ist reicht nicht aus, um ernsthafte Erfrierungen an den entblößten Körperteilen davonzutragen.
Bitte um Erfahrungsberichte dazu...
Tierische Begleiter
Unterwegs mit Schlittenhunden





